Holunder sammeln:
| Vorkommen | Gärten, Waldrand, Auwälder |
| Sammelmonat | von Mai bis Juni |
| Aussehen | Wuchs: Strauch meist bis 7 Meter Höhe Blätter: 5 bis 7 Teilblättchen, gegenständig, Teilblatt am Rand gesägt, eiförmig Blüten: fünfteilige Krone als Dolde, viele kleine, stark duftende und cremeweiße fünfblättrige Blüte |
| Verwendbare Teile | Blüten, Beeren |
| Verwechslungen | Traubenholunder, Zwergholunder |
| Besonderheiten | traditionelles Heilkraut |
| Die Namensähnlichkeit von Holda, die Muttergöttin aus der germanischen Mythologie, ist nicht zufällig. Der Name Holda (auch Holla oder Hohe, in Grimms Märchen: Frau Holle) bedeutet die Strahlende. Holda wurde als Hausgöttin verehrt. https://www.linnich-apotheke.de/wp-cms/baum-des-lebens-und-des-todes-und-der-frau-holle/ |

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Schwarzer Holunder – Rezeptbeispiel 1: Blütensirup, Grundrezept (Schwierigkeit mittel, zeitaufwenig)
| 12 bis 15 frische, etwa handtellergroße Blütendolden Holunder | gut schütteln und durchsehen, vorhandene Tierchen suchen jetzt das Weite Blüten vorsichtig abzupfen bitte nicht waschen, da sonst Blütenpollen und Aroma verloren gehen |
| ½ L Wasser 250g bis 500g Zucker | Zuckerlösung aufkochen, in einer Porzellanschüssel abkühlen lassen je mehr Zucker, desto dicker der Sirup |
| 1 Bio-Zitrone in Scheiben Variante: Bio-Orange in Scheiben | Blüten hinzufügen, unterheben, Zitronenscheiben auflegen und alles mit einem Teller beschweren, mit einem Tuch abdecken |
| Variante: mit ½ Vanilleschote | Vanilleschote halbieren, auskratzen und mit Schale hinzufügen |
| 1 bis max. 3 Tage ziehen lassen/ Kühlschrank | |
| alles zusammen aufkochen und abkühlen lassen, durch ein Tuch/Passiertuch filtern | |
| erneut aufkochen und sofort in sterile Flaschen abfüllen | |
| Abwandlung | Sirup aus Löwenzahnblütenblättern, Mädesüß, Wildrosen, Lindenblüten |
| Verwendung | zum Aromatisieren von Grieß-, Mandel- und Vanillepudding, Eis, als Getränk für heiße Tage den Sirup mit Wasser, Mineralwasser oder Sekt auffüllen und ggf. mit Zitronenscheiben zusätzlich aromatisieren |
| Haltbarkeit | Lagerung dunkel, bis 12 Monate, danach nimmt das Aroma ab |
| Sonstiges | Geschmack Blüten: fein-blumig und süß Blüten als essbare Dekoration für Süßspeisen, zur Herstellung von Limonaden |
Holunder – Rezeptbeispiel 2: Blüten im Teigmantel (Schwierigkeit mittel)
| Teig für etwa 6 Blütendolden | |
| 75 g Weizenmehl 1 Eigelb Vanilleschoten-Mark nach Geschmack Prise Salz etwa 60 ml helles Bier alternativ: Milch | Teig herstellen ist der Teig zu dick, bitte etwas Flüssigkeit zugeben |
| 1 Eischnee evtl. etwas Honig oder Ahornsirup | Eischnee und Süße unterheben (Teig ist etwa dicker als Pfannkuchenteig) |
| geschmackneutrales Öl zum Ausbacken Puderzucker oder Zimt-Zuckermischung | Von kleinen Tierchen befreite Blütendolden, am Stiel haltend, vorsichtig in den Teig geben, leicht abtropfen lassen und goldbraun in reichlich Öl ausbacken, noch warm mit Puderzucker oder Zimt-Zuckermischung servieren |